Abteilung Faustball: Abstieg so gut wie besiegelt

Bundesliga-Faustballer des TV Hohenklingen nach zwei weiteren Niederlagen in Waibstadt und gegen Unterhaugstett kaum mehr zu retten – Schlüsselspiel nach 3:0 Führung noch 4:5 verloren

.Nach zwei weiteren Niederlagen am Wochenende müssen die Bundesliga-Faustballer des TV Hohenklingen nach nur einjährigem Gastspiel die erste Bundesliga wie schon beim ersten Anlauf vor zwei Jahren wahrscheinlich gleich wieder verlassen. Helfen würde jetzt am kommenden Samstag beim um zwei Punkte besser postierten direkten Konkurrenten in Vaihingen nur ein 5:1 bzw. 5:0 Erfolg, doch das ist in der ehemaligen Kreisstadt eher unwahrscheinlich.

Trotz teilweise guter Leistungen verlor der TVH am Wochenende beide Partien, am Samstagabend beim Fünften TV Waibstadt mit 3:5 (4:11, 11:5, 7:11, 12:10, 6:11, 1:11, 11:5 und 11:13) und am Sonntagmittag in der Knittlinger Sporthalle gegen den Tabellenvierten TV Unterhaugstett nach 3:0 Satzführung noch mit 4:5 (12:10, 11:9, 11:3, 6:11, 10:12, 12:10, 8:11, 5:11 und 5:11). Die Unterhaugstetter hatten am Tag zuvor beim Abstiegs-Mitkonkurrenten in Vaihingen verloren, deshalb musste Hohenklingen gewinnen, um im Rennen um den Klassenerhalt noch eine reelle Chance zu haben. Und lange Zeit sah es für die Schützlinge von Trainer Kuno Kühner auch sehr gute aus. Angefeuert vom erneut lautstark mitgehenden eigenen Anhang holte man im ersten Satz einen sage und schreibe 0:8 Rückstand Ball um Ball auf, um diesen nach 10:10 Zwischenstand noch mit 12:10 für sich zu entscheiden. Die Gäste, die zunächst ohne ihren erkrankten Hauptangreifer Michael Ochner angetreten waren, zeigten sich zunächst allerdings nicht verunsichert und führten auch im zweiten Satz mit 5:2 und 9:8. Mit drei Punkten in Folge entschied der TVH jedoch auch diesen Durchgang für sich. Satz drei war dann eine klare Angelegenheit für die Platzherren, die diesen mit 11:3 für sich entscheiden konnten und damit 3:0 führten. Nach der folgenden Pause ein kleiner Knick im Hohenklinger Spiel, zumal der Gegner jetzt auch Schlagmann Michael Ochner eingewechselt hatte. Mit 11:6 und 12:10 konnten die Unterhaugstetter auf 2:3 verkürzen. Und auch der sechste Satz sah lange Zeit nach einer sicheren Beute der Schwarzwälder aus, die hier schon mit 7:1 und 8:3 führten. Doch mit einer Energieleistung ähnlich dem ersten Durchgang kam der TVH auf 8:8 und 10:10 heran und hatte am Ende mit 12:10 die Nase vorn. „Nach der 4:2 Führung“, so Faustball-Abteilungsleiter Bernd Wenzdorfer, „war ich mir sicher, dass wir jetzt den Sack ...

... zumachen“. Doch wie schon so oft in den vergangenen Partien gelang dies dem TV Hohenklingen auch dieses Mal nicht. Die nächsten drei Sätze gingen mit 11:8, 11:5 und 11:5 gegen einen immer stärker nachlassenden TVH an die Gäste, die damit auch das Match mit 5:4 für sich entschieden. 

 

Ähnlicher Verlauf auch am Tag zuvor in Waibstadt. Die Gastgeber gewannen den ersten und dritten Satz mit 11:4 und 11:5, der TVH konnte jedoch zwei Mal ausgleichen. Doch mit 11:6 und 11:1 gingen die Platzherren mit 4:2 in Führung, ehe die Fauststädter mit 11:5 den Anschluss schafften. Der achte Satz war dann lange Zeit hart umkämpft, wobei Akteure und Anhang des TVH hier mit einigen unglücklichen Entscheidungen des Unparteiischen haderten, jeweils zu Gunsten des TV Waibstadt. Am Ende gewann dieser hauchdünn mit 13:11 und damit auch das gesamte Match. „Unser Manko ist und bleibt, dass wir die entscheidenden Bälle nicht verwandeln können“, so ein sichtlich enttäuschter Coach Kuno Kühner. „Wir sind einfach nicht kaltschnäuzig genug, um in der ersten Bundesliga bestehen zu können“. 

 

Der TVH spielte mit Bastian Dangel, Adrian de Lacasse, Moritz Höckele, Marco Kühner, Jona Nöding, Markus Schweigert, Tim Störkle und Florian Zwintzscher. 

 

So kommt es für für die Faustballer des TV Hohenklingen beim Saisonfinale am kommenden Samstag, 8. Februar um 19.00 Uhr bei Tabellennachbarn TV Vaihingen doch noch zu einem echten Endspiel um den Klassenerhalt, allerdings mit ungleichen Voraussetzungen, denn mit einem derart klaren Sieg rechnet selbst bei den kühnsten Optimisten im Lager des TVH wohl kaum noch einer.

Text/Bild: rh

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